Vergangene Woche fand in dem belgischen Herstal das jährliche 8-Nations-Turnier der Altersklasse U15 statt. Folgende acht Nationen waren vertreten:
Dänemark, Schweden, England, Belgien, Frankreich, Schweiz, Niederland und Deutschland.
Als Teil der deutschen Nationalmannschaft war auch Kilian Maurer vor Ort, der bei dem TSV Neubiberg spielt und am Landesleistungsstützpunkt in Nürnberg trainiert und zur Schule geht.

Am Donnerstag, dem 23.03. fing das Gruppenturnier an, in dem die jeweiligen Länder in zwei 4er-Gruppen gegeneinander spielten. In jeder Begegnung wurden je 9 Spiele gespielt, und zwar ein Mixed und dann jeweils zwei Jungs- und Mädchendoppel sowie zwei Jungs- und Mädcheneinzel.
Deutschland war zusammen mit der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich in einer Gruppe.
Im ersten Teammatch hatte Deutschland mit der Schweiz einen eher leichteren Gegner und konnte die Begegnung mit nur 3 verlorenen Sätzen 9:0 für sich entscheiden. Auch Kilian konnte im zweiten Jungeneinzel und im ersten Jungendoppel überzeugen.
Auch gegen die Niederlande konnte sich die Nationalmannschaft ohne größere Probleme mit einem 8:1 durchsetzen,
lediglich das erste Mädchendoppel ging an die Holländerinnen.

Bildrecht: DBV. In dieser Partie spielte Kilian das Mixed.

Das letzte Gruppenmatch des Tages und gleichzeitig auch das inofizielle Halbfinale war gegen Frankreich, die auch sowohl gegen die Schweiz als auch gegen die Niederlande klare Siege eingefahren hatten.
In diesem Spiel musste Deutschland über die volle Distanz gehen und konnte mit nur insgesamt 9 Punkten mehr (454:445) die Partie mit 5:4 für sich entscheiden. Kilian machte in dieser Partie seinen Tag perfekt und holte wieder sowohl im Mixed als auch im zweiten Jungendoppel einen Punkt und ging somit mit einer 5:0-Bilanz aus dem ersten Tag. Die restlichen drei Punkte für Deutschland waren das erste Jungeneinzel, das erste Mädcheneinzel und das zweite Mädchendoppel.
Mit diesem Sieg schaffte Deutschland das erste Mal seit 13 Jahren den Einzug ins Finale!

Bildrecht: BBV

Am Freitag ging es dann direkt um 9:30 Uhr mit der jeweils letzten Begegnung. Auf Deutschland wartete Dänemark, die den Deutschen auch keine wirklichen Chancen ließen und die Partie mit 9:0 gegen Deutschland beendeten. Lediglich im zweiten Damendoppel und im Mixed (Kilian mit Leonie Schindler) konnte Deutschland einen Satz gewinnen.
Trotz des ernüchternden Finals ist der zweite Platz ein Riesen-Erfolg für Deutschland!
Direkt im Anschluss ging es weiter mit dem Individualturnier, in dem nochmal alle Athleten untereinander die besten Spieler ausspielen durften. Auch Kilian ist in allen drei Disziplinen vertreten.
Als erste Disziplin musste Kilian mit Partner Nils Dubrau im Herrendoppel sein Können beweisen. Das erste Spiel gegen die Schweden Alvin Palm/Alexander Pilon konnten Kilian und Nils mit 21:16, 22:20 für sich entscheiden. Im zweiten Spiel warteten dann aber schon die späteren zweiten aus Dänemark. Trotzdem gelang es Kilian und Nils der Paarung Andersen/Vittoriani einen Satz abzuknöpfen und das Spiel mit 16:21, 21:19 und 13:21 doch noch spannend zu halten.

Bildrecht: We love bad

Nach dem Doppel ging es weiter mit dem Mixed, in dem Kilian mit Partnerin Leonie Schindler an ¾ gesetzt war. Nach einem Freilos in der ersten Runde gelang den beiden ein recht klarer Sieg über Naganathan/Panza aus der Schweiz, mit 21:8 und 21:18. Allerdings sollte das schon der letzte Sieg gewesen sein, denn in der nächsten Runde verloren die beiden in zwei knappen Sätzen mit 17:21 und 19:21 gegen die Englische Paarung Ethan Rose/Gauri Shidhaye.

Als letzte Disziplin des Turniers trat Kilian im Jungeneinzel an. Wie in den beiden vorangehenden Disziplinen konnte Kilian das erste Spiel gegen den Belgier Arthur Debaere mit 21:16, 21:8 klar für sich entscheiden. Im zweiten Spiel ging es dann jedoch gegen den an 5/8 gesetzten Franzosen Sacha Leveque, gegen den Kilian mit 12:21 und 13:21 keine wirklichen Chancen aufweisen konnte.

Letztendlich konnte Dänemark auch im Individualturnier seine Übermacht beweisen und holte in jeder Einzelnen der fünf Disziplinen den Titel.