C-Trainerlehrgang 2017 – Erfahrungsbericht

Trainer sein? Früher dachte ich, das sei im Wesentlichen Übungen auszuwählen und diese durchführen zu lassen. Falsch ist diese Aussage natürlich nicht, dennoch gehört viel mehr dazu.
Die Herausforderung besteht besonders darin, verschiedensten Menschen (vom Alter, Geschlecht, Wissensstand, Größe der Gruppe, Talent, Motivation uvm. her) die schnellste Sportart der Welt mit Spaß und Effizienz zu vermitteln. Das alles sollten 22 angehende Trainer mit unterschiedlichsten Badmintonfähigkeiten binnen acht Wochenenden lernen, um es hinterher anwenden zu können.

Diese Aufgabe hatte Hansi Niesner Anfang April. Zur Seite standen ihm Tobias Spägele (Lehrwart des Bezirkes Mittelfranken), Tobias Wadenka (Bundesligaspieler des TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Steffen Lenz (Bayerischer U15 Kadertrainer).

Der gesamte Lehrgang lief sehr viel nach dem Prinzip „Lernen-durch-selber-machen“ ab. Das heißt es wurde im Verhältnis wenig in der Therorie und viel in der Praxis gearbeitet.
Am Anfang standen natürlich Grundlagen wie Schlägerhaltung, Grundschläge und Laufarbeit. Dabei fanden sich die angehenden Trainer von Anfang an immer wieder abwechselnd in der Rolle des Lehrers und des Schülers wieder. Dabei wurden die Übungen in den meisten Fällen in kleinen Gruppen gemacht, wo jeder im Wechsel Übungen vorzeigen, oder Fehler erkennen und korrigieren sollte.
Zudem wurden die Gruppenteilnehmer regelmäßig untereinander durchgetauscht, somit hatte jeder unterschiedlichste Athleten vor sich und bekam aber auch Ideen und Anregungen von vielen anderen der angehenden Trainern.
Weil verschiedene Referenten die Kurse unterstützend abhielten, bekam man auch verschiedene Ansätze des Trainings vermittelt. Methoden wie man erklärt und üben lässt, z.B. folgende: Die Lernenden bekamen eine Aufgabe, durften sich an dieser versuchen, bekamen dann Informationen und Hilfestellungen und wurden auf diese Weise in die gewünschte Richtung geleitet.

Im weiteren Verlauf der Ausbildung kamen auch noch komplexere Themen wie Ausdauer, Kraft, Taktik und Ernährung zur Sprache. Ferner das Coaching während des Wettkampfes. Dabei wurde immer darauf geachtet, die Unterschiede für jede Alterstufe zu machen.
Auch der Einsatz von Videos und anderer technischer Hilfmittel samt deren Einbau in das Training wurde den angehenden Übungsleitern gelehrt.

Ergebnis der Ausbildung:
Johann Niesner und seine Trainerkollegen schafften es C-Trainer zu formen, die eine eigene Trainerpersönlichkeit haben und diese auch in ihren Vereinen einbringen können.

Bericht von Bastian Thimary (DJK Kolbermoor)