Mit 7:0 deklassierte Freystadt das hessische Team Fun Ball Dortelweil und legten mit dem 5:2 Sieg gegen den 1. BC Bonn-Beuel nach. Nach fünf Spieltagen ist Freystadt Tabellendritter mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Saarbrücken. Hier der 2-Minuten-TV-Bericht von intv. Der TSV Freystadt bedankt sich bei den vielen Zuschauern, die am Wochenende aus ganz Bayern angereist waren.

Foto: Marcus Mehlich


TSV Freystadt – Fun Ball Dortelweil
Die Hessen waren mit Ausnahme ihres Topspielers, dem Russen Vladimir Malkow, mit stärkster Aufstellung angereist. Bei Freystadt fehlte Lukas Schmidt. Im Vorfeld liebäugelten die Oberpfälzer mit einem 4:3 Sieg. Noch in allzu schlechter Erinnerung ist die 1:6 Heimniederlage vom Vorjahr. Für die 1:0 Führung sorgte das Damendoppel mit Kristin Kuuba und Annabella Jäger. Mit ihrem druckvollen Angriffsspiel ließen sie der Malaiin Yee Yap und Theresa Wurm keine Chance und gewannen in vier Sätzen. Schwerer tat sich das 2. Herrendoppel mit Johannes Pistorius und Fikri Hadmadi gegen den Bulgaren Daniel Nikolov und Peter Lang. Die Freystädter lagen im vierten Satz bereits mit 5:8 hinten, behielten aber die Nerven und konnten den Satz noch mit 11:9 drehen und entschieden auch den Entscheidungssatz für sich. Danach überraschten Florian Waffler und Oliver Roth mit ihrem 5-Satz-Sieg über Daniel Benz und Ex-Nationalspieler Andreas Heinz. Gespannt war man auf das Dameneinzel. Hier traf Freystadt‘s Neuzugang, die estnische Nationalspielerin Kristin Kuuba auf die hochgehandelte Malaiin Yee Yap. Mit ihrer athletischen Spielweise dominierte Kuuba ihrer Gegnerin und gewann in drei Sätzen. So stand der Freystädter Sieg bei 4:0 Führung frühzeitig fest. Doch der
TSV Siegeszug ging weiter. Johannes Pistorius und Jenny Moore gewannen souverän das Mixed und Fikri Hadmadi behielt in fünf hochklassigen Sätzen gegen den Bulgaren Nikolov die Oberhand. Für den 7:0 Endstand sorgte Hannes Gerberich. Der Freystädter zeigte eins seiner besten Spiele und gewann gegen Ex-Nationalspieler David Peng im fünften Satz mit 11:7. Der 7:0 Sieg bedeutet drei Punkte, ein bisher einmaliges Ergebnis für den TSV in seiner dritten 1.Liga-Saison. Sportwart Tim Bambach: „Wir hatten sicherlich auch das Glück des Tüchtigen; vier Spiele gingen in den Entscheidungssatz und vier Mal setzten wir uns durch.“

TSV 1906 Freystadt – 1. BC Bonn Beuel (NRW)
Gegen die Rheinländer hagelte es bisher nur Niederlagen. Nachdem die Bonner auf den deutschen Meister Max Weißkirchen verzichte mussten, sah man beim TSV gute Chancen, die Bonner erstmals zu schlagen. Die Partie startet mit dem Damendoppel. Kristin Kuuba spielte mit Jenny Moore und die beiden ließen den WM-Teilnehmern Lisa Kaminski und Hannah Pohl beim 11:6, 12:10 und 11:8 keine Chance. Im 2. Herrendoppel gab es ein Wiedersehen mit Tim Fischer, Eigengewächs des TSV Freystadt, der den Verein vor einigen Jahren Richtung NRW verlassen hatte und seit dieser Saison für die Bonner aufschlägt. Trotz einiger Abstimmungsfehler setzen sich Johannes Pistorius und Fikri Hadmadi auch aufgrund ihrer individuellen Stärken gegen den Malaien Chin Goh und Tim Fischer in vier Sätzen sicher durch. Im 1. Herrendoppel zeigten Florian Waffler und Oliver Roth gegen die englischen Badmintonprofis Peter Briggs und Callum Hamming ein couragiertes Spiel verloren aber in vier engen Sätzen. Im Dameneinzel traf Kristin Kuuba auf die schweizerische Nationalspielerin Ronja Stern. Die Estin bestätigte ihre Favoritenstellung und gewann ohne Satzverlust. Im Spitzeneinzel kam es zur Begegnung zwischen Fikri Hadmadi und dem Malaien Chin Goh. Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen langen Ballwechseln und typischen asiatischen Angriffsspiel. Mit Unterstützung der begeisterten Zuschauer siegte der Freystädter nach verlorenen ersten Satz in vier Sätzen. Beim Spielstand von 4:1 für Freystadt traf Hannes Gerberich im 2.Herreneinzel auf Tim Fischer. Für Gerberich war es kein einfaches Spiel, da alle von ihm als Einzelspieler einen Sieg gegen Fischer erwarteten, dessen Stärken im Doppel liegen. Der Freystädter hielt dem Druck nach Anfangsschwierigkeiten statt und gewann mit 14:15, 11:8, 11:2 und 11:3. Das letzte Spiel war das Mixed zwischen Johannes Pistorius und Jenny Moore und dem Engländer Peter Briggs, der mit Hannah Pohl zusammenspielte. Das Spiel ging in den Entscheidungssatz, hier setzten sich die Gäste mit 11:7 durch. Die Begegnung endet 5:2 für Freystadt.