Am vergangenen Wochenende fand neben den German Open auch ein nationales Turnier in der Badmintonhochburg statt. Dabei starteten sechs bayerische Vertreter im großen Feld der jungen Athleten. Aurelia Wulandoko überraschte hierbei mit einem herausragenden Ergebnis. Sie dominierte die Konkurrenz in allen drei Disziplinen und krönte sich zur erfolgreichsten Spielerin des gesamten Wettbewerbs.

Lin Dan, Akane Yamaguchi sowie auch Mark Lamsfuss und Marvin Seidel. Diese großen Namen spielten in der letzten Woche bei den alljährlichen Yonex German Open in der innogy-Halle Mülheim a.d. Ruhr. In unmittelbarer Nähe wurde auch das 3. DBV A-Ranglisten Turnier der Schüler U11/U13 am Samstag den 02.03 gestartet.

Die bayerischen Vertreter bei der 3. DBV A-Rangliste U11/U13 (v.l Mannavan Sembian, Aurelia Wulandoko, Ailin Zheng, Victoria Senger, Jakob Sjöblom und Moritz Hopp)
Foto: A.Wulandoko

Hierbei startete man mit den Einzeln. Bei den jüngsten nahmen im Jungeneinzel keine bayerischen Athleten teil. Bei den Mädchen ging Ailin Zheng (TSV 1846 Nürnberg) an den Start. In vier Gruppen traten jeweils drei oder vier Mädchen gegeneinander an und nur der Gewinner qualifizierte sich für die Runde der letzten vier. Ailin musste dabei gegen zwei starke Spielerinnen aus Hamburg und Nordrhein-Westfalen antreten. Sie konnte hierbei jeweils einen Satz gewinnen verlor ihre Spiele aber beide und schied in der Gruppenphase aus.

Im Jungeneinzel U13 starteten unglaubliche 52 Jungen in das Turnier um den Sieg im Einzel zu erringen. Auch hierbei qualifizierte sich nur der Gruppenerste für die k.o.-Phase. Für Moritz Hopp (TSV Lauf) wurde es zu einem Erfahrungsturnier. Gegen seine Gegner gewann der junge Spieler noch keinen Satz, konnte dafür aber viel für die nächsten Trainingseinheiten mitnehmen. Jakob Sjöblom (TSV Lauf) schaffte ebenfalls den Sprung unter die letzten 17 (Anzahl von Gruppen) nicht. Moritz Jauk (Thüringen) konnte er noch in drei Sätzen besiegen, Braach (NRW) war dann aber zu stark und Jakob unterlag ohne Satzgewinn. Mannavan Sembian (PSV München) hatte in seiner Gruppe sogar einen Setzplatz (16) inne. Ein klarer Sieg über Alfsmann (Hessen) brachte den jungen Münchner in eine gute Ausgangslage. Benno Oßwald (Thüringen) bedeutete dann die Endstation für Mannavan. Über die längste Distanz kämpften die jungen

Strahlende Gewinnerin im Mädcheneinzel U13: Aurelia Wuladoko (Foto: A. Wulandoko)

Spieler um den Sieg. Oßwald gelang der entscheidende Punkt bei 12:12 im fünften Satz. Im Mädcheneinzel U13 traten zwei Spielerinnen an. Victoria Senger (TuS Geretsried) startete hierbei in Gruppe C. Für sie war es die erste A-Rangliste dieses Jahr. Ihre Gegnerinnen aus Hamburg und Niedersachsen waren in an diesem Wochenende zu stark und sie unterlag in beiden Spielen. Dabei konnte sie aber der späteren Halbfinalisten Salaria (Hamburg) einen Satz abknüpfen. Für Aurelia Wulandoko (TSV 1846 Nürnberg) fing das erfolgreiche Wochenende schon im Einzel an. Noch zwei klaren Gruppensiegen zog sie in die Hauptrunde ein. Dabei folgten drei Spiele in denen sie zwischendurch immer mal ein bisschen zittern musste, aber nie etwas anbrennen lies. Im Finale schlug sie die an Nummer 13 gesetzte Isabel Kleban (NRW) und krönte sich so zum ersten Mal bei einer A-Rangliste 2019 im Einzel zur Siegerin.

An Tag zwei folgten nun die Doppeldisziplinen sowohl auch das Mixed in der Altersklasse U13. Um 8:30 Uhr startete man mit dem gemischten Doppel. Hierbei spielte Jakob Sjöblom mit Lea Glaschke (Berlin). Im ersten Spiel mussten die beiden Taha/Hafner (Sachsen/Saarland) nach drei Sätzen zum Sieg gratulieren. Aurelia spielte mit Rafe Kenji Braach (NRW) auf. Die beiden hatten die Topsetzung da sie schon zuvor bei der ersten A-Rangliste zusammen gewonnen hatten. (BBV berichtete). Nach klarem erstem Spiel wurde es in den nächsten beiden Matches richtig knapp. Mit jeweils 11:9 konnten Rafe und Aurelia das Viertel-, sowie das Halbfinale gewinnen und zogen so nach hart umkämpften Spielen in das Endspiel ein. Gegen Mattis Gutsche/Sophia Lehmann (Hamburg/Sachsen-Anhalt) gewann man anschließend in vier Sätzen. Dabei konnten die beiden jungen Spieler ihren Erfolg aus Neumünster wiederholen.

Wiederholungstäter im Mixed: Aurelia Wulandoko gewinnt mit Rafe Kenji Braach (NRW). (Foto: A.Wulandoko)

Unterdessen begannen auch schon die Doppeldisziplinen in der U11. Im Jungendoppel war ebenso wie im Jungeneinzel kein bayerischer Vertreter dabei. Im Mädchendoppel wurde unter den fünf Paarungen das System „Jeder-gegen-Jeden“ gespielt. Dabei trat Ailin Zheng zusammen mit Partnerin Eniie Wappler (Niedersachsen) an. Sie verloren dabei drei von vier Spielen in drei Sätzen. Im vierten Spiel konnten die beiden jungen Athletinnen einen Satz gewinnen und verloren im vierten Satz nur hauchdünn mit 12:13. Damit hieß es am Ende zwar der letzte Platz, aber man konnte wieder neue Erfahrungen mitnehmen.

Im Jungendoppel U13 mischten gleich zwei Paarungen mit bayerischer Beteiligung das Feld auf. Jakob Sjöblom spielte hierbei mit Fabio Langer (Sachsen). Gegen Ickstadt/Knoch (Hessen) schieden die beiden leider schon in der ersten Runde aus. Mannavan Sembian bildete ein Doppel mit Harsh Trevedi (Hessen). Nach erstem Sieg traf man direkt auf die an Nummer zwei gesetzten Schmitz/Strack (NRW). In knappen Sätzen hielt die favorisierte Paarung die Nase vorn. Im Mädchendoppel trat Aurelia Wulandoko zusammen mit Lorraine Rusli (Baden-Würrtemberg) an. Nach zwei klaren Siegen zogen die beiden ohne größere Probleme in das Spiel der letzten vier ein. Die nächsten zwei Spiele überzeugte man auch gegen die hochgesetzten Paarungen und am Ende hieß es Platz eins. Und schon wieder ganz oben, Aurelia!

Für viele Spieler war es ein super Erlebnis um wieder neue Erfahrungen zu sammeln. Aurelia bestätigte die ihre Form in den Doppeldisziplinen und holte sich, nach Platz zweimal Platz drei bei den letzten zwei Ranglisten, den Sieg im Mädcheneinzel.

Hier geht es zu den detallierten Ergebnissen

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