Die Sommerpause ist in vollem Gange, da lohnt sich doch ein Rückblick auf die vergangene Saison. Nicht nur die Bundesliga hatte spannendes Badminton im Freistaat zu bieten. Auch in den zwei Regionalligen ging es in vielen Spieltagen um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Regionalliga-Südost-Ost

Die Regionalliga in dem Bereich Südost-Ost setzt sich allgemein mit den Teams aus dem bayerischen Franken und den sächsischen Mannschaften zusammen. Dabei waren in der Saison 2018/19 sechs Spielgemeinschaften am Start. Aus bayerischer Sicht vertraten der TV Marktheidenfeld 2, der TSV Ansbach, ESV Flügelrad 1 sowie die zweite Mannschaft des Nürnberger Clubs den Freistaat. Der ESV Flügelrad Nürnberg 2 setzte sich aus vielen Nachwuchsspielern des Landesleistungsstützpunktes zusammen welche ihre ersten Erfahrungen in der 3. Badminton Liga machten. Der Jugendnationalspieler und erst 15-jährige Kilian Maurer (jetzt 16) bekam hier in beiden Teams Einsätze und brachte dem Nürnberger Club den ein oder anderen Sieg. Doch auch wenn sich der Neuling in der Liga gut schlug, stand am Ende für Nürnberg 2 der letzte Platz und damit der Abstieg in die Oberliga fest. Die anderen Mannschaften waren am Ende in einem heißen Kampf um die Meisterschaft/Relegationsplatz für die 2.Bundesliga. Auf dem dritten Tabellenplatz folgte der TSV Ansbach. Mit ebenfalls einem jungen Team und Teamkapitän Lukas Rupp verlor man nur zwei Spieltage. Mit fünf Siegen, drei Remis stand man am Ende nur knapp mit 13 Punkten hinter dem TV Marktheidenfeld 2 und dem ESV Flügelrad Nürnberg. Doch schon vor Anfang der neuen Saison steht klar, diesmal möchte man in die Relegation. Dabei wird die neue Leistungsträgerin im Team Julia Kunkel (von TSV Freystadt) bestimmt viel beitragen.

Der TV Marktheidenfeld hatte als Neuling in der Liga direkt einen Traumstart hingelegt und nur knapp die Relegation verpasst. Mit den Brüdern Grün hatte man erfolgreiche Jugendspieler im Team welche viele Punkte brachten. Mit sechs Siegen, zwei Niederlagen und zwei Remis hatte man 14 Punkte erspielt. Genau wie die erste Mannschafft des ESV Flügelrad Nürnbergs. Doch die Anzahl der gewonnen Spiele erbrachte dann nur den zweiten Tabellenplatz. Auf den ersten Blick ärgerlich, auf den zweiten Blick für die Relegation nicht relevant da der Aufstieg für die Unterfranken sowieso nicht möglich gewesen wäre. Das erste Team des TV Marktheidenfeld spielt in der zweiten Bundesliga Süd und eine doppelte Ligazugehörigkeit ist ab da nicht mehr erlaubt.

Ungeschlagen im Dameneinzel. Vanessa Seele vom ESV Flügelrad Nürnberg. (Bild: M. Mehlich)

So war es für die Spieler des ESV Flügelrad Nürnbergs schon entschieden als sie die Ansbacher hinter sich gewusst hatten. Die Mannschaft hatte mit Vanessa Seele einen sicheren Punktegarant im Dameneinzel im Team. 11:0 im Einzel und auch im Doppel und Mixed positive Bilanzen. Beste Spielerin der ganzen Liga. Schade, dass diese ab nächster Saison nicht mehr in der Region spielen wird. Mit Frank Schlosser und Manuel Massari waren außerdem zwei weitere Athleten in den Top 10 vertreten. Somit hieß es am Ende verdientermaßen der 1.Platz, was die Meisterschaft und einen Platz in der Relegation bedeutete. Dabei scheiterten die Nürnberger nach zwei knappen Matches gegen den Meister aus Südost-Süd BC Offenburg. (BBV berichtete)

Regionalliga-Südost-Süd

In der gleichwertigen Spielklasse wie die Liga Südost-Ost traten in der vergangenen Saison acht Teams in den Wettbewerb ein. Hierbei war das Augenmerk auch auf die untere Tabellenhälfte gerichtet. In diesem Jahr gab es aus dieser Spielklasse gleich drei Absteiger. Grund dafür war die Entstehung einer vierten Liga (Oberliga). Somit musste mindestens der fünfte Platz erreicht werden um in der dritten Badmintonliga zu verbleiben. Abgeschlagen und ohne jede Chance lag der TV Dillingen 2. Mit einer Bilanz von 0:28 stiegen die Schwaben mit großem Abstand aus der Liga ab. Besonders bitter wurde es dann für das zweite Team des Bundesligisten Neuhausen-Nymphenburg. Mit nur einem Zähler hinter dem zweiten Team aus Neubiberg mussten auch die Münchner den Weg in die Oberliga antreten. Dabei nutzen sechs Siege und zwei Remis dem Team um Jonas Braun, Jessica Williams und Dennis Gankin leider nichts.

Im Gegensatz dazu die Freude im nahe gelegenen Stadtteil Ottobrunn. Die Neubiberger schafften den fünften Platz in der Tabelle. Dabei lagen neben den sechs Siegen auch drei Remis auf dem Punktekonto der Münchner. Doch auch wenn das Team um Andreas Fuchs und Micheal Hauber den direkten Abstieg vermieden hatten mussten sie in die Relegation um den Klassenerhalt zu schaffen. Dies gelang mit Bravour. (BBV berichtete)

Auch im Spielbereich Südost-Süd konnte ein Neuling überzeugen. Der Post SV Augsburg 1 überraschte mit einem zweiten Platz, knapp hinter dem Meister Offenburg. Durch einen starken Kader stellten sie dieses Ziel schon von Anfang an klar. Mit Thanesh Veerappan (Malaysia) hatte man einen starken ersten Herren im Team. In seinen zehn Einsätzen gewann er neun Mal. Doch auch die langjährigen Leistungsträger Verena Beil und Verena Krug erspielten wichtige Punkte. Am Ende war dann zwar „nur“ der zweite Platz aber die neue Saison ist nicht mehr weit entfernt und da sind die Karten wieder neu gemischt.

Die Spieler des TSV 1860 Ansbach sind bereit für die neue Saison. (Bild: TSV 1860 Ansbach)

Schweißtreibende Ballwechsel, laute Jubelschreie und emotionale Stimmung.
Badmintonliga in Bayern. Auch wieder ab September 2019. Bleiben Sie gespannt!

Hier geht es zu den Gesamtergebnissen der Regionalliga Südost.