Nur drei Bayern fanden sich am Wochenende in dem 126 Teilnehmer umfassenden Feld der 3.Deutschen O19 Rangliste in Elmshorn wieder, doch für alle Drei sollte sich die lange Anreise am Ende auszahlen. Drei Titel, ein zweiter Platz und zwei Halbfinalteilnahme, so die eindrucksvolle Bilanz von Paula Kick, Brid Stepper und Tobias Wadenka.

„Damit hätte ich niemals gerechnet“, so eine überraschte Paula Kick nach einem langen
Turniersamstag, an dem sie sich nicht nur einen Halbfinalplatz im Damendoppel mit Partnerin Lena Fischer erspielte, sondern sich auch ungesetzt bis unter die letzten Vier im Dameneinzel kämpfte, bevor sie gestoppt werden konnte.

Nach mehreren Jahren in Refrath wechselte die 20-jährige dieses Jahr zum Zweitligisten aus Neubiberg und legte gemeinsam mit ihrem jungen Team bereits einen gelungen Saisonstart hin. In Elmshorn stellte sie nun auch bei einem Individualturnier ihre gute Form unter Beweis und unterlag im Damendoppelhalbfinale nur knapp den späteren Siegerinnen.

Noch einen Schritt weiter ging es für Marktheidenfelds Brid Stepper, die besonders im Einzel wieder eine Klasse für sich war. Auch Alicia Molitor und Theresa Isenberg konnten der 22-jährigen am Sonntag keinen Satz abringen und auf dem Weg zum nächsten Titelgewinn stoppen. Dank zweier Titelgewinne im vergangenen Jahr steht Stepper damit weiter an der Spitze der deutschen Rangliste. Aufgrund einer Verletzung, die sich ihre Partnerin Theresa Isenberg im Finale zuzog, mussten beide das Damendoppelfinale dann leider kampflos abgeben und Stepper verpasste somit die Chance auf einen weiteren Titel.

Dem dritten bayerischen Starter Tobias Wadenka gelang dann sogar ein doppelter Titelgewinn. Wie schon bei der ersten Rangliste des Jahres sicherte sich der Neuhausener sowohl den Titel im Einzel, als auch im Doppel, dieses Mal an der Seite von Vasily Kuznetsov vom BW Mülheim. Nach dominanter Vorstellung im Einzel ohne Satzverlust im gesamten Turnierverlauf entwickelte sich vor allem das Herrendoppelfinale zum Turnierabschluss noch einmal zu einem echten Krimi, bei dem am Ende die Netzkante bei 20:19 im dritten Durchgang die Entscheidung bringen sollte.

Durch die zwei Erfolge klettert Wadenka in beiden Disziplinen auf Platz 1 der deutschen Rangliste und hat genau wie Stepper schon vor dem letzten Ranglistenturnier des Jahres die Voraussetzungen für gute Setzplätze auf der deutschen Meisterschaft geschaffen.

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