Am fünften Spieltag empfängt der TSV Freystadt den deutschen Vizemeister TV Refrath. Das Team ist gespickt mit deutschen und irischen Nationalspielern und in der Favoritenrolle. Beim letzten Aufeinandertreffen unterlagen die Oberpfälzer knapp mit 3:4 und liebäugeln auch dieses Mal mit einem Punktgewinn gegen den Mitfavoriten auf die deutsche Meisterschaft.

Freystädter Neuzugang und österreichischer Nationalspieler Leon Seiwald, Foto: Marcus Mehlich

Sonntag, 15.00 h: TSV Freystadt – TV Refrath
Halleneinlass ist eine Stunde vor Spielbeginn, Mehrzweckhalle Freystadt, Allersbergerstr.11.

Unter den Zuschauern wird ein 5-Liter-Bierfaß Pyraser sowie ein Shirt und Schläger des Badmintonausrüsters Siamsports YangYang verlost. Die Spiele können im Liveticker unter https://b.aufschlagwechsel.de/ mitverfolgt werden. Außerdem sendet badmintonsport.tv (bsTV4) und sportdeutschland.tv/badminton live.

Tabellensituation
Freystadt ist zufrieden mit dem Start in die Saison. Mit sechs Pluspunkten liegt das Team auf dem fünften Platz und hat auf den Tabellenletzten und bayerischen Rivalen TSV Neuhausen-Nymphenburg einen 5-Punkte-Vorsprung. Refrath ist mit einer 3:4 Niederlage gegen Bonn in die Saison gestartet. Danach errangen sie drei Siege in Folge, unter anderem 4:3 gegen den amtierenden Meister aus Saarbrücken. Teammanager Kehrberg diese Woche: „Wir nehmen die Freystädter ernst und werden mit stärkster Aufstellung spielen“. Zum Kader gehören drei irische Nationalspieler, vier aktuelle und zwei ehemalige deutsche Nationalspieler, sowie eine Jugendnationalspielerin.

Vorbericht – Aufstellungen
In Freystadt freut man sich auf Max Schwenger, der als Schüler wöchentlich in der Freystädter Mehrzweckhalle trainierte. Er stammt aus Herzogenaurach und spielte für den TSV Lauf, bevor er zum TV Refrath wechselte. Zu seinen größten Erfolgen zählt die Bronzemedaille bei der Jugend-WM. Er spielt mit Raphael Beck (27), ebenfalls Ex-Nationalspieler und Deutscher Meister im Doppel und Mixed. Mit dem deutschen Nationalspieler Jan Völker und dem Iren Sam Magee sind die Refather im Doppel top besetzt.
Aber auch Freystadt verfügt mit dem deutsch/englischen Doppel Johannes Pistorius und Max Flynn ein erstklassiges erstes Doppel. Wieder im Team ist auch Neuzugang Rasmus Bonde, ehemaliger dänischer. Im Herreneinzel werden der Österreicher Leon Seiwald (23) und Hannes Gerberich (22) spielen. Sie treffen auf den 19-jährigen Iren Nhat Nguyen, einer der besten europäischen Nachwuchsspieler und auf den deutschen Nationalspieler Lars Schänzler (24). Seiwald und Gerberich zeigten in den ersten Saisonspielen, dass sie auf 1-Liga-Niveau mitspielen können.
Eine große Herausforderung wartet auf die Freystädter Damen nachdem die Estin Kristin Kuuba nicht spielen wird. Für sie rutschen Jugendspielerin Friederike Rudert (17) und Stefanie Spies (27) in den Kader. Während Oberligaspielerin Spies in der vorletzten Saison gegen Trittau ihren ersten Einsatz hatte, wäre es für Rudert eine Premiere. Rudert zählt zum erweiterten Kreis der besten deutschen Spielerinnen in U19. Sie kam vor zwei Jahren von Möhrendorf nach Freystadt und trainiert am Landesleistungszentrum an der Bertold-Brecht-Schule in Nürnberg.
Ihr Debut im Freystädter Trikot wird die österreichische Nationalspielerin Serena Au Yeong geben. Die 19-jährige gewann vor zwei Wochen in Bulgarien ein internationales europäisches Turnier und brennt auf ihren ersten Einsatz. Auf Refrather Seite werden Kilasu Ostermeyer (20), deutsche Nationalspielerin mit thailändischen Wurzeln und Cloe Magee (31), irische Nationalspielerin und dreifache Olympiateilnehmerin zum Einsatz kommen. Im Dameneinzel erwartet man in Freystadt die Jugendnationalspielerin und Jugend-WM-Teilnehmerin Ann-Kathrin Spöri (18). Sie wechselte zu Beginn der Saison vom TuS Geretsried zum TV Refrath, nachdem ihr bayerischer Heimatverein aus der 2. Bundesliga absteigen musste. Auch der TSV Freystadt war an der deutschen Nachwuchshoffnung interessiert und bedauerte, dass Spöri als bayerische Kaderspielerin dem Verein aus NRW den Vorzug gab. Ein Grund war sicherlich die räumliche Nähe von Refrath zum Bundesstützpunkt in Mühlheim an der Ruhr, wo Spöri lebt und trainiert.