In stillem Gedenken an Meinrad Fichtner
Am Mittwoch vergangener Woche, 11. März, verstarb Meinrad Fichtner im Alter von 70 Jahren. Er hinterlässt ein erfülltes Leben, das ihn über viele Stationen führte – unter anderem nach Diedorf, über seine Zeit in Ettal bis hin zu seinem letzten Zuhause im norddeutschen Wiesmoor. Dort lebte er mit jener Gelassenheit und dem freundlichen norddeutschen Charme, der ihn ebenso auszeichnete wie seine genüsslich gerauchte Pfeife.
Der Badmintonsport wurde ein Teil seines Lebens. Als national wie international agierender Schiedsrichter war er für seine Präzision und seine Integrität bekannt. Besonders prägend war vom 1997 bis 2006 seine Rolle als Schiedsrichterobmann des Bayerischen Badminton-Verbands, in der er mit großem Engagement, Weitblick und einer besonderen Hingabe für die Ausbildung und Qualität des Schiedsrichterwesens eintrat.
Seine Stimme prägte zudem zahlreiche Veranstaltungen: Als Hallensprecher begleitete er etwa das Jugend-Länderspiel Deutschland gegen Österreich im Juli 2007 in Dillingen sowie die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U15 im Mai 2008 in Neusäß. Zudem war der Finanzfachmann von 2011 bis 2014 Kassenprüfer im Bezirk Schwaben.
Nach seiner aktiven Zeit im Badminton widmete sich Meinrad Fichtner mit großer Freude der Fotografie. Mit derselben Leidenschaft, die er als Schiedsrichter und Funktionär in den Sport eingebracht hatte, suchte er nun Motive, Blickwinkel und Momente, die seine beobachtende Art widerspiegelten. Die Kamera wurde zu seinem ständigen Begleiter – und zu einem neuen Ausdruck seiner Kreativität.
Meinrad Fichtner war ein Mensch mit Haltung, Besonnenheit und Leidenschaft. Sein Engagement prägte Generationen von Spielerinnen, Spielern und Schiedsrichterkollegen. Er war jemand, der mit klarem Blick und feinem Humor durchs Leben ging. Seine Spuren bleiben – im Badminton, bei den Menschen, die ihn schätzten, und in den Erinnerungen all jener, die ihm begegnen durften.
In dankbarer Erinnerung.