Bayerischer Neuzugang in der zweiten Liga Süd
Nicht mehr dabei ist der TuS Geretsried, der sich nach der vergangenen Saison aus der 2. Bundesliga zurückgezogen hat. Dafür gibt es einen neuen bayerischen Vertreter: Der SV Fortuna Regensburg feiert nach fast 20 Jahren seine Rückkehr in die Bundesliga und komplettiert damit das bayerische Quartett. Neben Regensburg gehen TSV Neuhausen-Nymphenburg, der TV Marktheidenfeld und der amtierende Meister TSV Freystadt in der neuen Saison auf Punktejagd.
TSV Neuhausen-Nymphenburg will wieder an die Spitze
Der TSV Neuhausen-Nymphenburg geht mit großen Ambitionen in die neue Saison. Zum Auftakt wartet zunächst eine Auswärtsaufgabe. Am Kader hat sich über die Sommerpause nur wenig verändert. Neu dabei ist Christian Tomic, der nach seinem Meistertitel mit dem TSV Freystadt nun das Team aus München verstärkt. Zudem wird Nachwuchsspieler Jakob Sjöblom, der bereits in der vergangenen Saison erste Bundesligaerfahrungen sammeln konnte, fest in den Kader integriert.
Das Ziel ist klar: Neuhausen-Nymphenburg möchte erneut zur Spitzengruppe gehören und möglichst einen Platz unter den Top drei erreichen. Besonders im Fokus steht dabei Jakob, der in der vergangenen Saison bereits auf sich aufmerksam machen konnte.
Eine der größten Stärken des Teams bleibt der außergewöhnliche Zusammenhalt. Viele Spieler kennen sich bereits seit Jahren und bilden trotz des jungen Alters eine eingespielte Einheit – beste Voraussetzungen also, um erneut ganz oben anzugreifen.
TV Marktheidenfeld: Verstärkt in die neue Saison
Auch der TV Marktheidenfeld startet mit einem Auswärtsspiel in die Saison. Dabei präsentiert sich der Kader deutlich breiter als noch im Vorjahr.
Nach dem Rückzug des TuS Geretsried schlossen sich gleich fünf Spielerinnen und Spieler aus Geretsried dem TV Marktheidenfeld an. Dazu kommen Rückkehrer Jonas Grün, Neuzugang Pheline Krüger aus Jena sowie Yian Gu, die aus der zweiten Mannschaft in den Bundesliga-Kader aufrückt.
Mit dem verstärkten Kader möchte sich Marktheidenfeld zunächst in der oberen Tabellenhälfte etablieren – und gleichzeitig zeigen, dass auch die Spitzenteams zu schlagen sind.
Einen einzelnen „Player to watch“ gibt es dabei bewusst nicht. Die Stärke des Teams liegt vielmehr in der Breite des Kaders und den zahlreichen unterschiedlichen Konstellationen. Junge Talente, etablierte Leistungsträger, Rückkehrer und Neuzugänge sorgen für viel Spannung.
SV Fortuna Regensburg: Nach fast 20 Jahren zurück
Ganz neu in der 2. Bundesliga Süd ist der SV Fortuna Regensburg. Als Aufsteiger aus der Regionalliga feiert der Verein nach fast zwei Jahrzehnten seine Rückkehr in die Bundesliga. Zum Auftakt wartet auch auf die Regensburger eine Auswärtsbegegnung.
Der Kader bleibt im Vergleich zur vergangenen Saison weitgehend zusammen. Mit den Jugendtalenten Filip Titera und Erika Osickova erhält das Team zusätzliche Unterstützung aus dem Nachwuchs. Daniel Dvorak übernimmt zudem die Position an Nummer eins im Herreneinzel.
Für die Premierensaison in der 2. Bundesliga setzt sich Fortuna Regensburg kein konkretes Tabellenziel. Stattdessen soll in jedem Spiel das Maximum herausgeholt werden: bestes Badminton zeigen, von Match zu Match denken und auf dem Feld alles geben. Besonders gespannt darf man auf die Damen sein. Radka, Klara und Jelena mussten in der vergangenen Saison lediglich zwei Spiele abgeben und wollen nun auch auf höherem Niveau für Furore sorgen. Bei den Herren verspricht Jachym zudem regelmäßig spannende Duelle.
TSV Freystadt: Der Titelverteidiger greift wieder an
Nach der Meisterschaft in der Saison 2025/26 ist auch der TSV Freystadt wieder einer der Favoriten. Zum Saisonstart stehen zunächst zwei Auswärtsspiele auf dem Programm.
Personell gibt es einige interessante Veränderungen. Das Damentrio aus Ella Neve, Aurelia Wulandoko und Katharina Rudert wird durch Freystädter Eigengewächs Silke Mader zum Quartett erweitert. Bei den Herren kehrt mit Oliver Roth ein alter Bekannter zurück. Roth war bereits am Aufstieg des TSV in die 1. Bundesliga 2015 beteiligt.
Für Christian Tomic, der nach München zum TSV Neuhausen-Nymphenburg gewechselt ist, kommt der Slowene Miha Ivanic neu ins Team. Ansonsten setzt Freystadt auf einen erfahrenen Kern rund um Mannschaftsführer Andreas Pistorius. Das Ziel ist entsprechend ambitioniert: Der TSV möchte wieder um die Tabellenspitze mitspielen und den Meistertitel verteidigen. Gleichzeitig soll das Publikum bei den Heimspielen – die in dieser Saison wieder in Freystadt stattfinden – erneut erleben, was Spitzenbadminton ausmacht.
Ein entscheidender Trumpf bleibt in Freystadt die Unterstützung von außen. Freystadt zählt seit Jahren zu den Teams mit dem besten Zuschauerschnitt der Liga. Die starke Identifikation der Spieler mit dem Verein, eine erfahrene Teamleitung und ein engagiertes Helferteam sorgen für die besondere Atmosphäre bei den Heimspielen.
Geht die bayerische Erfolgsgeschichte weiter?
Vier bayerische Teams, drei Titel in den vergangenen drei Saisons und mit dem SV Fortuna Regensburg ein ambitionierter Aufsteiger: Die Ausgangslage für die neue Saison könnte aus bayerischer Sicht kaum spannender sein.