BBV-Verbandstag wählt Kontinuität und Veränderung

Hoch hinaus zielten die Verantwortlichen beim 32. Verbandstag des Bayerischen Badminton Verbands (BBV) am vergangenen Samstag, 18. April – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Tagungsräume der Nürnberger Jugendherberge befindet sich rund 50 Meter über dem Zentrum der Frankenmetropole, sodass die 84 Delegierten mit insgesamt 176 Stimmen im Gepäck vor Beginn der Präsenztagung zunächst einen kleinen Anstieg bewältigen mussten.
Der geschäftsführende Vorstand des BBV: Marcus Barnstorf, Gabriele Winkler, Lukas Gunzelmann, Frank Schlosser, Johannes Oswald und Hans-Georg-Weigand.

Namhaft besetzt war die Zusammenkunft mit BBV‑Ehrenmitglied Manfred Hartmann sowie Gerhard Neubauer, Vizepräsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV). Neubauer überbrachte erfreuliche Neuigkeiten: Die Anerkennung Nürnbergs als offizieller Landesstützpunkt durch das Bayerische Innenministerium steht kurz bevor – ein bedeutender Meilenstein für den Leistungssport im bayerischen Badminton. Mit dieser Entwicklung ist künftig auch ein deutlicher Zuwachs an Fördermitteln für den Leistungssport verbunden.

BBV würdigt Funktionäre

Zu Beginn ehrte der geschäftsführende Vorstand zahlreiche verdiente Funktionäre, die sich über viele Jahre hinweg für den Verband engagiert haben. BBV‑Präsident Frank Schlosser griff in seiner Rede in Bezug auf das neue BBV-Leitbild den besonderen Tagungsort auf: „Passend zu dieser Location wollen wir eine Hochburg des Badmintons in Deutschland werden.“ Bereits heute gelte der BBV, nicht zuletzt dank mehrerer Digitalisierungsoffensiven, als einer der innovativsten Fachverbände bundesweit. Sichtbar wurde dies auch durch den Einsatz eines digitalen Abstimmungssystems, das Resultate innerhalb weniger Sekunden übersichtlich präsentierte.

Bronze-Ehrung für Britta Schwochow und Michael Schnuck
Silber-Ehrung für Sonja Strassl, Thea Pegios, Ekkehard Füglein, Ralph Hamm, Ronny Greser & Norbert Scheidler
Gold-Ehrung für Carsten Dettke
Premiere: Dualer Student im BBV

Einen weiteren Blick in die Zukunft eröffnete Sportdirektor Lukas Gunzelmann. Mit Kevin Baum stellte er den ersten Auszubildenden in der Geschichte des BBV vor. Der derzeit noch für den österreichischen Verband tätige Baum startet im Oktober ein duales Studium und wird künftig Gunzelmann sowie Geschäftsführer Johannes Oswald unterstützen.

BBV-Ehrenmitgliedschaft für Dieter Sichert

Thematisch standen neben Änderungen der Satzung sowie der Überarbeitung der Spiel‑ und Finanzordnung insbesondere die Neuwahlen im Fokus. Präsident Frank Schlosser, der das Amt seit 2021 ausübt, wurde mit 97,1 Prozent der abgegebenen Stimmen deutlich bestätigt. Gleichzeitig kündigte der Erlanger an, in zwei Jahren nicht erneut kandidieren zu wollen. Auch die amtierenden Vizepräsidenten Gaby Winkler, Marcus Barnstorf und Dr. Hans‑Georg Weigand erhielten erneut großes Vertrauen der Delegierten mit Zustimmungswerten zwischen 91,8 und 95,8 Prozent.

Einen Wechsel gab es auf der Position des Sportwarts: Nach 49 Jahren Amtszeit unterlag Dieter Sichert seinem Herausforderer Leander Benninger, der 59,5 Prozent der Ja‑Stimmen auf sich vereinen konnte. Sichert zeigte sich sichtlich enttäuscht, wurde jedoch im Anschluss für sein jahrzehntelanges Engagement besonders gewürdigt, zunächst mit lautstarken Standing Ovations und zum Ende der Versammlung beschlossen die Delegierten einstimmig, ihm die BBV-Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Für die offizielle Ehrung wird der Vorstand einen dieser höchstmöglichen BBV-Ehrung würdigen Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt auswählen.

Neu formierter BBV-Vorstand

Dem neu formierten BBV‑Vorstand gehören außerdem Jugendwartin Gabi Steimer, Schiedsrichter‑Obmann Robert Nebel, der neu gewählte Sportentwicklungsreferent Florian Jeggle sowie die Frauen‑ und Gleichstellungsbeauftragte Karen Gruhl an. Für den Rechtsausschuss wurden sowohl der Vorsitzende Dr. Alex Strafner als auch die Beisitzer Michael Hauber und Michael Hopp wiedergewählt. Michael Roth fungiert als Ersatzmitglied. Die Kassenprüfung liegt weiterhin in den Händen von Roland Mahin und Lisa Grad, ergänzt durch Tanja Woodroffe als Ersatzprüferin.

Mit klaren sportpolitischen Leitlinien, personeller Beständigkeit und modernen Strukturen richtet der Bayerische Badminton‑Verband im 71. Jahr seines Bestehens den Blick optimistisch nach vorn.

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