Revolution: neue Zählweise für internationale Wettbewerbe ab 2027

Beim Annual General Meeting des Badminton-Weltverbandes (BWF) ist eine wegweisende Entscheidung gefallen: Mit deutlicher Mehrheit von 82 Prozent stimmten die Vertreter der Nationalverbände für eine grundlegende Änderung der Zählweise im internationalen Badmintonsport. Ab Januar 2027 wird bei internationalen Turnieren nicht mehr im bisherigen Modus „Best of Three bis 21 Punkte“ gespielt, sondern nach einem neuen, kompakteren System.
Bild: Badmintonphoto
Ab 2027: zwei Gewinnsätze bis 15

Künftig entscheiden zwei Gewinnsätze bis 15 Punkte über Sieg oder Niederlage. Beim Stand von 14:14 geht es in die Verlängerung, in der ein Vorsprung von zwei Punkten erforderlich ist – maximal jedoch bis 21 Punkte. Die Änderung gilt zunächst ausschließlich für internationale Wettbewerbe, lässt den nationalen Verbänden jedoch Spielraum: Sie können eigenständig über eine Übernahme in ihren Spielbetrieb entscheiden.

Auch in Deutschland steht eine richtungsweisende Entscheidung bevor. Beim Verbandstag im Juni 2026 wird über die Einführung des neuen Systems abgestimmt. Bereits im Mai treffen sich die Präsidenten der Landesverbände mit den Verantwortlichen des Deutschen Badminton-Verbandes, um mögliche Auswirkungen zu analysieren und eine gemeinsame Linie zu finden.

Hoffnung auf mehr Dynamik

Mit der Reform verfolgt der Weltverband klare Ziele: Spiele sollen dynamischer, intensiver und besser planbar werden. Einzelne Ballwechsel gewinnen an Bedeutung, Begegnungen werden kompakter – ein Plus für Zuschauer in der Halle ebenso wie für Fans an den Bildschirmen. Gleichzeitig soll die Belastung der Top-Spieler reduziert werden.

Indem Drucksituationen früher entstehen und engere Spielstände häufiger vorkommen, verspricht sich die BWF packendere Matches mit dramatischen Wendungen. Die neue Zählweise könnte den Sport nachhaltig weiterentwickeln – und ihn vom ersten Ballwechsel bis zum letzten Punkt noch fesselnder machen.

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