„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ schallte es durch den Bus auf der Heimfahrt aus Marktredwitz, als das Badmintonteam des Hanns-Seidel-Gymnasiums (HSG) mit drei 5:2-Siegen das Nordbayernfinale für sich entschied. Anschließend machten die Jungen und Mädchen des HSG diesen Traum beim Finale „dahoam“ perfekt. Nun geht es in der ersten Mai-Woche vom 06. – 08.05. zum Bundesfinale in die Hauptstadt, gemeinsam mit der Bertolt-Brecht-Schule.
Landesfinale im Februar in Hösbach
Nach 2018 war das Hanns-Seidel-Gymnasium zum zweiten Mal Ausrichter der Bayerischen Landesfinales beim „Schulwettbewerb Jugend trainiert für Olympia“ in der heimischen Landkreishalle. Neu in diesem Schuljahr: es starten nur noch fünf statt sechs verschiedene Wettkampfklassen (WK). In Hösbach ermittelte in der WK IV (U14) nun eine gemischte Mannschaft den Bayerischen Titelträger, statt bisher getrennt in einer Mädchen- und einer Jungenmannschaft.
Wettkampfklasse IV gemischt: Den längsten Weg hatte tatsächlich die Mannschaft des Gastgebers, die schon auf Kreisebene mit dem Duell gegen die Realschule Hösbach startete. Gegner um den Titel der WK IV gemischt in Bayern war das Rudolf-Diesel-Gymnasium aus Augsburg. Die Hösbacher sicherten sich recht schnell die nötigen vier Punkte und holten mit ihrem 5:2-Standardergebnis den Premierentitel in der neu geschaffenen Wettkampfklasse. Insgesamt können die Hösbacher schon auch 7 Landestitel bei JtfO zurückschauen. Das HSG-Team war zusammengesetzte aus Vereinsspieler:innen der BVG Goldbach/Laufach, unterstützt aus Spielern der Badminton-Sportklasse und der Schul-AG Badminton, mehr Kooperation geht eigentlich nicht.
Wettkampfklasse III gemischt: Ganz anders die Rahmenbedingungen in der Wettkampfklasse III (U16) gemischt. Dort erhielt das BBV-Nachwuchsleistungszentrum von der Bertolt-Brecht-Schule (BBS) Nürnberg eine Wildcard, so dass hier drei Teams um die Quali für Berlin antraten. Die Sieger aus Nordbayern, das Werner-von Siemens-Gymnasium aus Weißenburg, und die Sieger aus Südbayern, das Hertzhaimer-Gymnasium aus Trostberg bestritten quasi das bayerische Finale. Trostberg, Landessieger im letzten Schuljahr, zog dabei ungefährdet mit 7:0, und ohne Satzverlust, in das Duell mit der BBS ein. Nur der Sieger aus diesem „Quali-Spiel“ durfte dann nach Berlin reisen. Alle neun ausgetragenen Spiele gingen letztendlich deutlich in zwei Sätzen an den jeweiligen Sieger. Trostberg konnte beim 2:5 immerhin das 2. Mädcheneinzel das Mädchendoppel für sich entscheiden, doch die BBS vertritt Bayern erneut in Berlin. Im vergangenen Jahr wurde die BBS ja Bundessieger, allerdings in der WK II gemischt (U18) die in diesem Jahr nicht mehr in Berlin vertreten ist.
Wettkampfklasse II gemischt: Im Bayerischen Landesfinale wurde die WK II gemischt aber dennoch ausgespielt. Das Endspiel bestritten die, ebenfalls „Berlinerfahrenen“ Bad Königshofener gegen das Gabelsberger Gymnasium Mainburg. Den Titel holte sich das Gymnasium aus Bad Königshofen recht souverän mit 6:1.
Wettkampfklasse III/S Jungen und Mädchen: Im Bayerischen Schulsport wird neben der gemischten Wettkampfklasse auch noch eine „Solo“-Klasse, also mit reinen Jungen- und reinen Mädchenmannschaften ausgetragen. Auch da gab es heuer eine Veränderung, denn die WK IV wurde zu Gunsten der „gemischten Variante“ gestrichen. So spielten in Hösbach nur Jungen und Mädchen der WK III. In der Jungenkonkurrenz bezwang das Vöhlin-Gymnasium Memmingen das Werner-von Siemens-Gymnasium aus Weißenburg – immerhin mit zwei Mannschaften im Landesfinale vertreten – mit 4:2, denn im entscheidenden zweiten Einzel setzten sich die Memminger in drei Sätzen durch. Die Mädchenklasse gewann das Gymnasium-Markt Indersdorf, das sich gegen das Balthasar-Neumann-Gymnasium aus Marktheidenfeld glatt mit 6:0 behauptete. Markt Indersdorf wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg aus der WK IV.