DBV-Verbandstag: neuer Präsident & intensive Debatten

Der 62. ordentliche Verbandstag des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) hat am vergangenen Samstag in Essen wichtige personelle und strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt. Insgesamt nahmen 44 Delegierte mit zusammen 446 Stimmen an der Versammlung teil. Seitens des Bayerischen Badminton-Verbandes waren Vizepräsident Marcus Barnstorf, Präsident Frank Schlosser, Sportdirektor Lukas Gunzelmann sowie Geschäftsführer Johannes Oswald (Foto von links) vertreten.

Bericht von Marcus Barnstorf

Zu Beginn des Verbandstages standen Ehrungen im Mittelpunkt: Karl-Heinz Zwiebler wurde für seine herausragenden Verdienste zum DBV-Ehrenmitglied ernannt. Zudem erhielt Horst Rosenstock den Ehrenring des DBV, eine der höchsten Auszeichnungen des Verbandes.

Inhaltlich war der Verbandstag von intensiven Diskussionen geprägt. In zahlreichen Wortbeiträgen rangen die Delegierten um die zukünftige Ausrichtung des DBV. Beschlossen wurde unter anderem die Einrichtung einer Task Force, die grundlegende Ziele und strategische Leitlinien überprüfen und weiterentwickeln soll; Ergebnisse sollen bis zu einem außerordentlichen Verbandstag im Herbst 2026 vorgelegt werden. Zudem wurde eine Neustrukturierung der DBV-Beiträge mehrheitlich verabschiedet. Die zahlreichen Anträge des Bayerischen Badminton-Verbandes wurden allesamt angenommen. Erstmals kam bei den Abstimmungen das digitale Tool votesUP! zum Einsatz, was den Ablauf spürbar effizienter gestaltete.

Neuer DBV-Präsident

Mit besonderer Spannung wurden die Neuwahlen des Präsidiums erwartet. Der bisherige Präsident Ralf Michaelis, der seit vier Jahren im Amt ist und krankheitsbedingt nicht vor Ort war, erhielt ebenso wenig die Mehrheit wie Vizepräsident Wolfgang Wienefeld. Kurzerhand trat Vizepräsident Ulrich Grill als weiterer Bewerber an und  wurde zum zehnten Präsidenten in der 73-jährigen Geschichte des DBV gewählt.

An Grills Seite stehen künftig Robert Neumann, der im Amt bestätigt wurde, sowie die neu gewählten Vizepräsidenten Dr. Claudia Pauli und Günter Klützke. Der Verbandstag zeigte, dass der DBV vor einem Paradigmenwechsel steht. Neben personellen Veränderungen wurden zentrale strukturelle Weichen gestellt.

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